Kinderdepot:
So legst du Geld für dein Kind an
Ein Kinderdepot nutzt das, was Kinder am meisten haben: Zeit. Bevor du startest, solltest du aber zwei Dinge klären: Auf wessen Namen läuft das Depot, und wie teilst du das Geld auf? Hier liest du, was ein früher Start ausmacht, was für das Kind und was für dich spricht, welche Steuern anfallen, was du bei Krankenkasse und BAföG beachten solltest und was zur Frühstart-Rente schon beschlossen ist.
Kinderdepot:
Die kurze Antwort
Ein Kinderdepot ist ein Wertpapierdepot auf den Namen des Kindes. Das Geld darin gehört dem Kind. Bis zum 18. Geburtstag verwalten es die Eltern, danach entscheidet das Kind allein1. Der große Vorteil: Das Kind hat eigene Steuerfreibeträge. Wer keine anderen Einkünfte hat, kann 2026 bis zu 13.348 € Kapitalerträge im Jahr steuerfrei erzielen2. Der Nachteil: Die Schenkung ist endgültig. Willst du die Kontrolle behalten, sparst du in einem Depot auf deinen Namen. In beiden Fällen entscheidet die Aufteilung auf Anlageklassen, passend zur Zeit bis zum Ziel, über das Risiko. Ein einzelner ETF-Sparplan ist ein guter Baustein, aber noch kein Plan.
Warum früh anfangen:
Die Zeit macht den Unterschied
Bei einem Sparplan bleiben die Erträge im Depot und bringen selbst wieder Erträge. Das nennt man Zinseszins. Er wirkt umso stärker, je länger das Geld liegen bleibt. Das Beispiel zeigt, was aus 50 € im Monat bis zum 18. Geburtstag werden könnte, je nachdem, wann du anfängst:
| Start | Eingezahlt bis 18 | Annahme 3 % pro Jahr | Annahme 6 % pro Jahr |
|---|---|---|---|
| Zur Geburt (18 Jahre) | 10.800 € | rund 14.200 € | rund 19.000 € |
| Mit 6 Jahren (12 Jahre) | 7.200 € | rund 8.600 € | rund 10.400 € |
| Mit 10 Jahren (8 Jahre) | 4.800 € | rund 5.400 € | rund 6.100 € |
Eigene Berechnung. Annahmen, keine Prognose: 50 € Einzahlung am Ende jedes Monats, gleichmäßige Rendite von 3 % bzw. 6 % pro Jahr, ohne Kosten, Steuern und Inflation. Die beiden Renditen sind von uns gesetzte Beispielwerte, keine Zusage. Echte Depots schwanken, auch ins Minus.
Lies die Tabelle so: Wer zur Geburt startet, zahlt 6.000 € mehr ein als jemand, der mit zehn anfängt. Bei 6 % pro Jahr hat er am Ende aber fast 13.000 € mehr. Die zusätzlichen Jahre arbeiten mit. Mit deinem eigenen Betrag und deiner eigenen Laufzeit rechnest du im ETF-Sparplan-Rechner. Er zeigt auch, was im schlechtesten Fall der Vergangenheit herausgekommen wäre.
Kinderdepot oder Depot der Eltern:
Wem gehört das Geld?
Das ist die wichtigste Frage, und sie lässt sich später nur schwer umkehren. Beide Wege sind möglich:
| Depot auf den Namen des Kindes | Depot auf deinen Namen | |
|---|---|---|
| Wem gehört das Geld? | Dem Kind. Die Einzahlung ist eine Schenkung3. | Dir. Du entscheidest, wann und wofür. |
| Wer entscheidet ab 18? | Das Kind allein1. | Weiter du. |
| Steuern | Freibeträge des Kindes (siehe unten). | Deine Freibeträge, deine Steuer. |
| Wofür sich das Geld nutzen lässt | Nur für das Kind. Eltern müssen es im Sinne des Kindes anlegen4. | Frei, auch für andere Zwecke. |
| Achtung | Kann bei Familienversicherung, BAföG und Bürgergeld zählen. | Schützt nicht vor dem Zugriff, wenn du das Geld selbst brauchst. |
Die Schenkung ist endgültig. Was du auf das Kinderdepot überweist, gehört dem Kind. Du kannst es nicht einfach zurückholen, wenn das Auto kaputtgeht. Und mit dem 18. Geburtstag kann das Kind über das Geld verfügen, ob für das Studium oder für eine Weltreise. Für ein Kinderdepot sprechen die Freibeträge des Kindes und die klare Trennung vom eigenen Geld. Für ein Depot auf deinen Namen spricht, dass du flexibel bleibst. Manche Familien nutzen beides: einen Teil im Kinderdepot, einen Teil für das Kind im eigenen Depot.
Ein Kinderdepot eröffnen in der Regel beide Sorgeberechtigten gemeinsam, weil sie das Kind gemeinsam vertreten5. Was ein Depot überhaupt ist und worauf du bei der Eröffnung achtest, steht im Ratgeber Depot eröffnen.
Steuern im Kinderdepot:
Was frei bleibt
Jedes Kind ist steuerlich eine eigene Person. Das bringt zwei Freibeträge mit, die sich addieren:
- Sparer-Pauschbetrag: 1.000 € Kapitalerträge im Jahr sind steuerfrei6. Dafür reicht ein Freistellungsauftrag bei der Depotbank.
- Grundfreibetrag: Bis 12.348 € zu versteuerndes Einkommen fällt 2026 keine Einkommensteuer an2. Hat das Kind keine anderen Einkünfte, bleiben Kapitalerträge bis 13.348 € im Jahr steuerfrei.
- NV-Bescheinigung: Damit die Bank über 1.000 € hinaus keine Abgeltungsteuer abzieht, beantragst du beim Finanzamt eine Nichtveranlagungs-Bescheinigung für das Kind. Sie gilt höchstens drei Jahre7. Ohne sie wird die Steuer erst einbehalten und lässt sich über eine Steuererklärung zurückholen.
- Aktienfonds: Bei Aktienfonds und Aktien-ETFs sind 30 % der Erträge ohnehin steuerfrei (Teilfreistellung)8.
Und die Schenkungsteuer? Eltern können jedem Kind innerhalb von zehn Jahren je 400.000 € steuerfrei schenken, Großeltern ihren Enkeln je 200.000 €. Für Paten, Onkel oder Tanten gilt ein Freibetrag von 20.000 €3. Bei einem normalen Sparplan wird das selten eng. Wer größere Beträge überträgt, sollte das vorher mit dem Steuerberater klären.
Was du vorher prüfen solltest:
Krankenkasse, BAföG, Bürgergeld
Geld auf den Namen des Kindes zählt als Einkommen bzw. Vermögen des Kindes. Das kann an drei Stellen eine Rolle spielen:
Familienversicherung
Kinder sind bei gesetzlich versicherten Eltern kostenlos mitversichert, solange ihr Gesamteinkommen im Monat nicht über einem Siebtel der Bezugsgröße liegt. 2026 sind das 565 € im Monat9. Kapitalerträge zählen dabei mit. Werden die Erträge im Kinderdepot größer, frag bei der Krankenkasse nach, wie sie gerechnet werden.
BAföG
Beim BAföG wird eigenes Vermögen des Kindes angerechnet. Frei bleiben bei Auszubildenden unter 30 Jahren 15.000 €10. Liegt mehr im Kinderdepot, kann die Förderung sinken.
Bürgergeld bzw. Grundsicherung
Bezieht die Familie Leistungen vom Jobcenter, zählt auch das Vermögen des Kindes. Es gibt Freibeträge pro Person11. Was darüber liegt, kann angerechnet werden. In dieser Lage vorher beim Jobcenter klären.
Geld anlegen für Kinder:
Die Aufteilung im Depot
Ein Kinderdepot ist mehr als ein Sparplan. Entscheidend ist, wie das Geld auf Anlageklassen verteilt ist. Und das hängt davon ab, wann es gebraucht wird:
Ziel festlegen
Führerschein mit 17, Ausbildung oder Studium mit 18, erste Wohnung mit Mitte 20 oder ein Grundstock fürs Leben? Jedes Ziel hat einen anderen Zeitpunkt. Daraus ergibt sich, wie viel Schwankung das Depot aushalten muss.
Lange Zeit: mehr Aktien
Bei 15 Jahren und mehr bis zum Ziel bilden breit gestreute Aktienfonds oder Aktien-ETFs meist den Kern. Je länger der Anlagehorizont, desto geringer war in der Vergangenheit das Risiko, mit Aktien Verluste zu machen12. Eine Garantie für die Zukunft ist das nicht.
Ausgleich einbauen
Anleihen und andere schwankungsärmere Bausteine dämpfen das Auf und Ab. Wie viel davon ins Depot gehört, hängt von der Zeit bis zum Ziel ab und davon, wie viel Schwankung du als Elternteil aushältst.
Vor dem Ziel umschichten
Ein paar Jahre vor Ausbildungs- oder Studienbeginn den Aktienanteil Schritt für Schritt senken. So muss das Geld nicht ausgerechnet dann verkauft werden, wenn die Börse gerade gefallen ist.
ETF-Sparplan für Kinder: Baustein, nicht der Plan
Ein ETF-Sparplan für Kinder auf einen weltweiten Aktienindex ist günstig und breit gestreut. Er beantwortet aber nicht, wie das Depot kurz vor dem 18. Geburtstag aussehen soll, wer es dann verwaltet und wie es zu deinem eigenen Vermögen passt. Warum Streuung über mehrere Anlageklassen so wichtig ist, steht im Ratgeber Geld richtig anlegen.
Kindergeld anlegen:
Jeder Betrag zählt
Das Kindergeld beträgt 2026 259 € im Monat pro Kind13. Viele Familien brauchen es für den Alltag, und das ist in Ordnung. Wer einen Teil davon zur Seite legen kann, hat einen festen Betrag, der jeden Monat kommt. Wie viel das ist, entscheidest du nach deinem Budget. Es gibt keinen Betrag, der zu klein ist, um anzufangen. Die Rate lässt sich später erhöhen, senken oder pausieren.
Zur Einordnung, mit denselben Annahmen wie oben: Würde das volle Kindergeld von der Geburt bis zum 18. Geburtstag angelegt, wären das 55.944 € Einzahlungen. Bei angenommenen 3 % pro Jahr ergäbe das rund 73.800 €, bei 6 % rund 98.700 € (eigene Berechnung, ohne Kosten, Steuern und Inflation, keine Prognose). Wie du mit kleinen Beträgen Schritt für Schritt startest, liest du auch im Ratgeber Vermögensaufbau für Kinder und mit wenig Geld.
Frühstart-Rente:
Was beschlossen ist und was noch fehlt
Der Bundestag hat die Frühstart-Rente am 16.10.2026 beschlossen14. Das Gesetzgebungsverfahren ist laut Deutscher Rentenversicherung aber noch nicht abgeschlossen, der Bundesrat befasst sich noch damit15. Abschließen kann man sie heute noch nicht.
Das sieht das beschlossene Gesetz vor14:
- 10 € im Monat vom Staat für Kinder von 6 bis 18 Jahren mit erstem Wohnsitz in Deutschland.
- Start mit dem Jahrgang 2020, danach kommt jedes Jahr der Jahrgang dazu, der sechs wird. Die Auszahlung der Förderung soll 2027 beginnen15. Ältere Kinder können zwar einen Vertrag abschließen, bekommen aber keine Förderung.
- Angelegt wird nur in breit gestreute weltweite Aktien oder Aktienfonds, in einem Vertrag nach den Regeln des Standarddepots der privaten Altersvorsorge. Schließen die Eltern keinen Vertrag ab, legt die Bundesbank das Geld gemeinsam für alle an.
- Ausgezahlt wird grundsätzlich erst ab 65. Die Erträge bleiben bis dahin steuerfrei. Eltern und andere können zusätzlich einzahlen.
Was das heißt: Die Frühstart-Rente ist ein Baustein für die Rente des Kindes. Für Ziele wie Führerschein, Ausbildung oder Studium ist sie nicht gedacht, weil das Geld bis 65 gebunden ist. Ein Kinderdepot oder ein Depot der Eltern ersetzt sie deshalb nicht, und umgekehrt. Wie das neue Altersvorsorgedepot für Erwachsene funktioniert, steht im Ratgeber Altersvorsorgedepot 2027. Sobald der Bundesrat entschieden hat, aktualisieren wir diesen Abschnitt.
Sparbuch, Fondspolice, Bausparvertrag:
Die Alternativen
Nicht jedes Ziel gehört ins Depot. So ordnen sich die üblichen Alternativen ein:
- Sparbuch und Tagesgeld: Kein Kursrisiko, schnell verfügbar, Einlagen sind pro Bank und Kunde bis 100.000 € gesetzlich gesichert16. Gut für Geld, das in den nächsten Jahren gebraucht wird. Über lange Zeit bleibt nach Inflation oft wenig übrig. Was das ausmacht, zeigt der Inflationsrechner.
- Fondspolice für Kinder: Ein Fondssparplan im Mantel einer Versicherung. Der Vertrag kann auf einen Elternteil laufen, dann bleibt die Verfügung über den 18. Geburtstag hinaus bei dir. Je nach Tarif gibt es Zusatzbausteine, etwa eine Beitragsübernahme, wenn der Beitragszahler stirbt. Prüfpunkte sind die Kosten, die Fondsauswahl und die Steuerregeln bei der Auszahlung. Mehr im Ratgeber Fondspolice oder ETF-Sparplan.
- Bausparvertrag: Planbar für ein späteres Wohnungsziel. Die Wohnungsbauprämie gibt es ab 16 Jahren17. Prüfpunkte sind Abschlussgebühr, Guthabenzins und ob das Kind das Darlehen später wirklich braucht.
Großeltern und Paten:
Gemeinsam für das Kind sparen
Oft wollen Großeltern, Paten oder Verwandte etwas beitragen. Statt vieler kleiner Sparbücher bei verschiedenen Banken kann alles in ein Depot fließen. Wer auf das Kinderdepot überweist, schenkt dem Kind. Die Freibeträge oben reichen für Geburtstags- und Weihnachtsgeld meist locker. Wichtig ist, vorher in der Familie zu sprechen: Soll das Geld dem Kind gehören, oder zahlen Großeltern lieber auf ein eigenes Depot ein, über das sie selbst entscheiden? Und wer weiß, wo welches Geld liegt?
So geht es nicht:
Fünf typische Fehler
„Wir fangen an, wenn das Kind älter ist.“
Die ersten Jahre sind die wertvollsten, weil sie am längsten arbeiten. Das zeigt die Tabelle oben.
Den Namen nebenbei entscheiden
Ob das Depot auf das Kind oder auf dich läuft, ist keine Formalie. Es entscheidet, wem das Geld gehört und wer mit 18 darüber bestimmt.
Alles in einen Topf
Führerschein in sieben Jahren und Grundstock fürs Leben in 30 Jahren brauchen nicht dieselbe Aufteilung.
Kurz vor dem Ziel noch voll in Aktien
Fällt die Börse im Jahr vor dem Studium, fehlt das Geld genau dann. Rechtzeitig umschichten.
Familienversicherung und BAföG vergessen
Wächst das Kinderdepot, lohnt ein Blick auf die Grenzen, bevor es zu spät ist.
Wir erstellen den Plan,
du gibst dein Okay
Du musst dich nicht allein durch Depots, Fonds und Steuerfragen arbeiten. Wir sind keine Vermögensverwalter, wir sind Wohlstandshüter: Wir schauen uns eure Situation an, erstellen den Plan, und erst wenn du Okay sagst, setzen wir ihn gemeinsam um. Auch mit kleinen Beträgen. Für Familien aus Mannheim und der Rhein-Neckar-Region im Büro in Mannheim nach Terminvereinbarung, sonst per Video.
Vermögens-Check
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Wem gehört was?
Kinderdepot, eigenes Depot oder beides: Wir gehen Vor- und Nachteile für eure Lage durch, auch Steuern, Familienversicherung und BAföG.
Dein Plan
Ein Depot mit klarer Aufteilung auf Anlageklassen, passend zur Zeit bis zum Ziel, zu eurem Risiko und Budget. Du verstehst jeden Baustein, bevor du zustimmst.
Umsetzen und dranbleiben
Wir eröffnen das Depot zusammen, starten den Sparplan und schauen regelmäßig drauf, vor allem vor dem Umschichten.
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Weiterlesen zum Vermögensaufbau
- Vermögensaufbau: der Überblick
- Vermögen aufbauen mit wenig Geld
- ETF-Sparplan-Rechner: auch im schlechtesten Fall
- Depot eröffnen: Was ist ein Depot?
- Geld richtig anlegen: Warum Streuung so wichtig ist
- Altersvorsorgedepot 2027
- Fondspolice oder ETF-Sparplan
Häufige Fragen zum Kinderdepot
Was ist ein Kinderdepot?
Ein Wertpapierdepot auf den Namen des Kindes. Das Geld darin gehört dem Kind. Bis zum 18. Geburtstag verwalten es die Eltern, danach entscheidet das Kind selbst. Das Kind nutzt eigene Steuerfreibeträge.
Kinderdepot oder Depot auf den Namen der Eltern?
Ein Kinderdepot spart Steuern, weil das Kind eigene Freibeträge hat. Dafür ist die Schenkung endgültig, und mit 18 verfügt das Kind allein. Ein Depot auf deinen Namen bleibt flexibel, die Erträge versteuerst du selbst. Viele Familien kombinieren beides.
Was passiert mit dem Kinderdepot, wenn das Kind 18 wird?
Mit der Volljährigkeit kann das Kind allein über das Depot verfügen. Die Eltern haben dann kein Mitspracherecht mehr. Deshalb lohnt es sich, früh über Geld zu reden und das Kind an das Depot heranzuführen.
Muss mein Kind auf Erträge im Kinderdepot Steuern zahlen?
Meist nicht. 1.000 € Kapitalerträge im Jahr sind über den Sparer-Pauschbetrag frei. Hat das Kind keine anderen Einkünfte, bleiben 2026 mit dem Grundfreibetrag bis zu 13.348 € steuerfrei. Damit die Bank keine Steuer abzieht, gibt es die NV-Bescheinigung vom Finanzamt.
Wie viel Geld sollte ich für mein Kind anlegen?
So viel, wie dauerhaft in euer Budget passt. Es gibt keinen Mindestbetrag, ab dem sich das Anlegen lohnt. Wichtiger als die Höhe ist ein früher Start. Die Rate lässt sich später erhöhen, senken oder pausieren.
Reicht ein ETF-Sparplan für Kinder?
Er ist ein guter Baustein, aber noch kein Plan. Entscheidend ist die Aufteilung auf Anlageklassen, passend zur Zeit bis zum Ziel, und dass das Depot vor Ausbildung oder Studium rechtzeitig umgeschichtet wird.
Kann ich die Frühstart-Rente schon abschließen?
Nein. Der Bundestag hat sie am 16.10.2026 beschlossen, das Verfahren ist aber noch nicht abgeschlossen (Stand 24.10.2026). Geplant sind 10 € im Monat vom Staat für Kinder von 6 bis 18, beginnend mit dem Jahrgang 2020, Auszahlung grundsätzlich ab 65.
Können Großeltern in das Kinderdepot einzahlen?
Ja. Jede Einzahlung ist eine Schenkung an das Kind. Großeltern können ihren Enkeln innerhalb von zehn Jahren bis zu 200.000 € steuerfrei schenken, Paten bis zu 20.000 €.
Kann ich Geld aus dem Kinderdepot wieder herausnehmen?
Nicht für eigene Zwecke. Das Geld gehört dem Kind, Eltern dürfen es nur im Sinne des Kindes verwenden. Wer flexibel bleiben will, spart in einem Depot auf den eigenen Namen.
Quellen
- § 2 BGB (Volljährigkeit mit 18) und § 1626 BGB (elterliche Sorge für das Vermögen des Kindes): gesetze-im-internet.de
- § 32a Einkommensteuergesetz (Grundfreibetrag 12.348 € ab 2026): gesetze-im-internet.de
- § 16 Erbschaftsteuer- und Schenkungsteuergesetz (Freibeträge Kinder 400.000 €, Enkel 200.000 €, Steuerklassen II und III 20.000 €) und § 14 ErbStG (Zusammenrechnung über zehn Jahre): gesetze-im-internet.de
- § 1642 BGB (Eltern legen das Geld des Kindes wirtschaftlich sinnvoll an): gesetze-im-internet.de
- § 1629 BGB (Eltern vertreten das Kind gemeinschaftlich): gesetze-im-internet.de
- § 20 Abs. 9 Einkommensteuergesetz (Sparer-Pauschbetrag 1.000 €): gesetze-im-internet.de
- § 44a Einkommensteuergesetz (Nichtveranlagungs-Bescheinigung, höchstens drei Jahre gültig): gesetze-im-internet.de
- § 20 Investmentsteuergesetz (Teilfreistellung 30 % bei Aktienfonds): gesetze-im-internet.de
- § 10 SGB V (Familienversicherung, Grenze ein Siebtel der Bezugsgröße) und Verband der Ersatzkassen, Einkommensgrenze 2026: 565 € im Monat: gesetze-im-internet.de, vdek.com
- § 29 BAföG (Vermögensfreibetrag 15.000 € unter 30 Jahren): gesetze-im-internet.de
- § 12 SGB II (Berücksichtigung von Vermögen, Freibeträge je Person): gesetze-im-internet.de
- Deutsches Aktieninstitut, MSCI World-Rendite-Dreieck für die monatliche Geldanlage, Stand 31.12.2025 (Anlagehorizont und Verlustrisiko): dai.de
- § 66 Einkommensteuergesetz (Kindergeld 259 € im Monat): gesetze-im-internet.de
- Deutscher Bundestag, „Bundestag beschließt Frühstart-Rente“, 16.10.2026 (10 € im Monat für Kinder von 6 bis 18, Start mit Jahrgang 2020, Anlage in breit gestreute globale Aktien bzw. Aktienfonds, Bundesbank-Anlage ohne Vertrag, Auszahlung grundsätzlich ab 65, Erträge bis dahin steuerfrei): bundestag.de
- Deutsche Rentenversicherung, „Frühstart-Rente im Bundestag beschlossen“, 19.10.2026 (Auszahlung der Förderung ab 2027, Verfahren noch nicht abgeschlossen): deutsche-rentenversicherung.de
- § 8 Einlagensicherungsgesetz (Deckung bis 100.000 €): gesetze-im-internet.de
- § 1 Wohnungsbau-Prämiengesetz (prämienberechtigt ab 16 Jahren): gesetze-im-internet.de
Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung. Die Rechenbeispiele beruhen auf Annahmen und sind ohne Kosten, Steuern und Inflation gerechnet. Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Kapitalanlagen schwanken, Verluste sind möglich. Stand 24.10.2026, alle Angaben ohne Gewähr.