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Ratgeber Vermögensaufbau

Kann man mit einem ETF-Sparplan Geld verlieren?
Was 50 Jahre im schlimmsten Fall zeigen

Wie riskant ist ein ETF-Sparplan wirklich? Statt „langfristig steigen Aktien immer“ zeigen wir dir echte Werte aus 50 Jahren Weltaktienindex: den schlechtesten, den durchschnittlichen und den besten Fall, je nachdem, wie lange gespart wurde. Damit du vorher weißt, worauf du dich einlässt.

Dennis Mann Von Dennis Mann · freier Berater für Vermögensaufbau aus Mannheim
Veröffentlicht am

ETF-Sparplan Risiko:
Die kurze Antwort

Kurz gesagt

Kurzfristig ist das Risiko hoch: Ein Sparplan auf den Weltaktienindex lag im Krisenjahr 2008 nach einem Jahr 42,2 % im Minus. Je länger gespart wurde, desto kleiner wurde das Risiko. Ab 20 Jahren Spardauer gab es in den letzten 50 Jahren keinen Verlust mehr1. Eine Garantie für die Zukunft ist das nicht.

50 Jahre MSCI World:
Rendite pro Jahr nach Spardauer

Die Tabelle zeigt echte Werte für einen monatlichen Sparplan auf den Weltaktienindex MSCI World von 1975 bis 20251. Pro Spardauer siehst du die schlechteste, die durchschnittliche und die beste Rendite pro Jahr.

SpardauerSpanneschlechtesteDurchschnittbeste
1 Jahr
−42,2 %9,9 %51,7 %
5 Jahre
−13,0 %10,5 %29,9 %
10 Jahre
−6,2 %9,7 %20,3 %
15 Jahre
−0,7 %8,9 %15,5 %
20 Jahre
2,2 %8,6 %15,4 %
25 Jahre
3,8 %8,0 %13,8 %
30 Jahre
6,2 %7,9 %10,1 %
Verlust pro JahrSpanne von schlechtester bis bester RenditeDurchschnitt0 %

So liest du die Tabelle

Nimm die Zeile „10 Jahre“. Wer irgendwann zwischen 1975 und 2025 zehn Jahre lang jeden Monat gespart hat, kam pro Jahr auf:

im schlechtesten Fall−6,2 %
im Durchschnitt9,7 %
im besten Fall20,3 %

Der Balken zeigt die Spanne, der orange Strich den Durchschnitt, Rot heißt Verlust. Je weiter unten die Zeile, desto schmaler wird der Balken. Das ist die wichtigste Botschaft der Tabelle: Mit der Zeit wird das Ergebnis berechenbarer.

Drei Lektionen aus 50 Jahren

−42,2 %

Im schlechtesten Jahr

So viel lag ein Sparplan im Finanzkrisenjahr 2008 nach einem Jahr im Minus1. Die Verbraucherzentrale nennt als größtes bisheriges Verlustrisiko bei Aktien etwa 50 %2.

15 Jahre

Zeit ist dein Puffer

Ab 20 Jahren Spardauer gab es in der Vergangenheit keinen Verlust mehr. Bei 15 Jahren lag der schlechteste Fall knapp unter null1.

Rücklage

Nie verkaufen müssen

Investiere nur Geld, das du lange nicht brauchst. Mit Notgroschen musst du in einer Krise nichts zum schlechten Kurs verkaufen1.

Wie man das Risiko durch die Aufteilung auf mehrere Bausteine senkt, steht im Ratgeber Geld richtig anlegen.

Was das für dich heißt

Ein Depot ist kein Sparbuch. Der Wert kann zwischendurch deutlich fallen, auch unter deine Einzahlungen. Wer lange durchhält und breit streut, hatte in der Vergangenheit gute Chancen. Eine Garantie für die Zukunft ist das nicht.

  • Geld, das du in den nächsten Jahren brauchst, gehört nicht in Aktien.
  • Geld für 15, 20 oder mehr Jahre hat in der Vergangenheit Schwankungen gut ausgeglichen.
  • Die Rate muss auch in der Krise passen. Wer 2008 aufgehört oder verkauft hat, hat den Verlust festgeschrieben.

Was aus deiner Sparrate im schlechtesten und im durchschnittlichen Fall werden kann, rechnest du im ETF-Sparplan-Rechner aus. Warum das Sparkonto trotz Sicherheit auch kein risikofreier Ort ist, steht in Inflation einfach erklärt.

Wie viel Schwankung hältst du aus?

Im Vermögens-Check schauen wir, wie viel Risiko zu dir passt und wie lange dein Geld arbeiten kann. Ehrlich, auch wenn die Antwort „weniger Aktien“ heißt.

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Häufige Fragen zum Risiko beim ETF-Sparplan

Kann ich mit einem ETF-Sparplan Geld verlieren?

Ja. Kurse schwanken, und der Wert deines Depots kann auch unter deine Einzahlungen fallen. Ein Sparplan auf den Weltaktienindex lag im Krisenjahr 2008 nach einem Jahr 42,2 % im Minus. Über lange Zeiträume und breit gestreut waren Verluste in der Vergangenheit selten. Eine Garantie für die Zukunft ist das nicht.

Wie lange sollte ein ETF-Sparplan laufen?

In den letzten 50 Jahren gab es beim MSCI World ab 20 Jahren Spardauer keinen Verlust mehr, bei 15 Jahren lag der schlechteste Fall knapp unter null. Je länger, desto berechenbarer war das Ergebnis.

Was mache ich, wenn die Kurse stark fallen?

Wer einen Notgroschen hat und die Rate weiterzahlen kann, muss nicht verkaufen. Beim Sparplan kaufst du in fallenden Kursen sogar günstiger ein. Verkaufen in der Krise schreibt den Verlust fest.

Woher stammen die Zahlen?

Aus dem MSCI World-Rendite-Dreieck des Deutschen Aktieninstituts, Stand 31.12.2025: monatliche Sparpläne von 1975 bis 2025, Dividenden reinvestiert, ohne Kosten und Steuern.

Quellen

  1. Deutsches Aktieninstitut, MSCI World-Rendite-Dreieck für die monatliche Geldanlage, Stand 31.12.2025: durchschnittliche jährliche Rendite monatlicher Sparpläne von 1975 bis 2025 (Start und Ende jeweils im Dezember), MSCI World in Euro bzw. vor 1999 in D-Mark, Dividenden reinvestiert, ohne Kosten und Steuern; Anlageregeln „Je länger der Anlagehorizont …“ und „… über genügend liquide Mittel verfügen“ ebenda: dai.de
  2. Verbraucherzentrale, Geldanlage und Altersvorsorge, Stand 21.01.2026: verbraucherzentrale.de

Dieser Artikel ist eine allgemeine Information und keine Anlageberatung. Vergangene Wertentwicklung ist kein verlässlicher Indikator für die Zukunft. Kapitalanlagen schwanken, Verluste sind möglich. Stand 20.10.2026, alle Angaben ohne Gewähr.

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Worum geht es dir?

Wie arbeitest du?

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Wie viel Eigenkapital könntest du einsetzen?

Inklusive Kaufnebenkosten. Eine grobe Schätzung reicht.

Was hält dich bisher am meisten zurück?

Wie alt bist du?

Wie arbeitest du?

Was hast du schon für die Rente?

Wie viel könntest du im Monat für deine Altersvorsorge einsetzen?

Eine grobe Schätzung reicht. Wir rechnen es im Gespräch genau aus.

Was beschäftigt dich am meisten?

Wie viel könntest du im Monat zur Seite legen?

Eine grobe Schätzung reicht.

Hast du schon Erspartes, das du anlegen möchtest?

Zusätzlich zur monatlichen Rate. Eine grobe Schätzung reicht.

Hast du schon ein Depot?

Wofür möchtest du Vermögen aufbauen?

Was hält dich bisher zurück?

Wie alt bist du?

Wie arbeitest du?

Was ist dir gerade am wichtigsten?

Worum geht es dir bei Versicherungen?

Wie arbeitest du?

Wie sieht es bei deinen Verträgen aus?

Wann möchtest du starten?

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